In Deutschland wird der Beikoststart frühestens nach dem vollendeten vierten Monat und spätestens mit Beginn des siebten Monats empfohlen. Den passenden Zeitpunkt und die Form besprichst du bei Unsicherheit mit Kinderarzt, Kinderärztin oder Hebamme—besonders bei Frühgeburt, Schluckproblemen, Wachstumssorgen, starkem Ekzem oder Allergien.
Am Anfang geht es ums Lernen
Biete kleine Mengen an und beachte Hunger- und Sättigungszeichen, ohne dein Baby zum Essen zu drängen. Beginne mit einer Konsistenz, die zu seinen Fähigkeiten passt, und entwickle sie schrittweise weiter. Dein Baby sitzt beim Essen aufrecht und bleibt immer beaufsichtigt.
Milch bleibt zunächst wichtig
Beikost ergänzt Muttermilch oder Säuglingsnahrung und ersetzt nicht von einem Tag auf den anderen alle Milchmahlzeiten. Der Ablauf richtet sich nach Entwicklung, Wachstum und Gesundheit.
Neue Lebensmittel sicher einführen
Biete neue Lebensmittel so an, dass die Zutaten erkennbar sind und du dein Baby beobachten kannst. Bei starkem Ekzem oder bekannter Allergie braucht die Einführung möglicher Allergene einen persönlichen Plan. Kein Honig vor dem ersten Geburtstag; keine ganzen Nüsse oder andere verschluckbare harte Stücke.
Bei welcher Reaktion nicht warten?
Bei Atemnot, pfeifender Atmung, Schwellung von Zunge oder Lippen, großflächiger Nesselsucht, Kollaps oder ausgeprägter Benommenheit sofort 112 anrufen. Bei wiederholtem Erbrechen, Blut im Stuhl, anhaltendem Ausschlag oder Fütterproblemen zeitnah die Kinderarztpraxis kontaktieren.
Ratgeber zum Beikostalter
Im 6-Monats-Ratgeber stehen Ernährung, Entwicklung und Sicherheit zusammen.
Literaturverzeichnis und Primärquellen ansehen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit — Einführung der Beikost30. November 2025 · abgerufen im September 2026
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit — Empfehlungen zur Säuglingsernährungabgerufen im September 2026