Bei einer guten Übergabe kann die nächste Person drei Fragen sofort beantworten: Wann waren die letzte Mahlzeit und der letzte Schlaf? Ist bei Windeln oder Verhalten etwas ungewöhnlich? Gibt es heute eine besondere ärztliche Anweisung? Teilt, was Entscheidungen beeinflusst, nicht jedes Detail.

01

Ein gemeinsames Minimum festlegen

Einigt euch auf wenige Einträge: Zeit und Art der Mahlzeit, Schlafbeginn und -ende, Windel und eine kurze Notiz bei Besonderheiten. Verwendet dieselben Einheiten und kennzeichnet Schätzwerte.

02

60 Sekunden für die Übergabe

Prüft, ob ein Timer läuft, der letzte Eintrag stimmt, was ungewöhnlich war und was als Nächstes ansteht. „Weniger getrunken“ wird mit Uhrzeit und Menge aussagekräftiger, wenn diese Angaben wichtig sind.

03

Medikamente nie aus der App heraus schätzen

Übergebt Name, Stärke auf der Packung, ärztlich festgelegte Menge und letzte Gabe. Prüft die nächste Dosis im Rezept oder Behandlungsplan. Bei Unklarheit vor der Gabe Praxis oder Apotheke fragen.

04

Nur nötige Zugriffe teilen

Ladet nur Betreuungspersonen ein, die den Verlauf brauchen, teilt keine Passwörter und entfernt den Zugriff später wieder. Nerumi synchronisiert gemeinsame Einträge über Apple CloudKit ohne Nerumi-Konto.

05

Im Notfall nicht weiter protokollieren

Bei Atemnot, blauer oder grauer Haut, Krampfanfall, fehlender Weckbarkeit oder einem anderen lebensbedrohlichen Zeichen sofort 112 anrufen. Notfallkontakte, Gesundheitsunterlagen und Medikamentenliste sollten für alle Betreuungspersonen sicher erreichbar sein.

Literaturverzeichnis und Primärquellen ansehen